Am gestrigen Samstag fand in Magdeburg die konstituierende Sitzung des Landeselternrates statt. Karsten Bucksch aus Naumburg (Saale) wurde einstimmig als Vorsitzender des nunmehr 24-köpfigen Landeselternrates wiedergewählt. Die Mitglieder des ehrenamtlichen Gremiums bestätigten ihm eine sehr gute Arbeit in den zurückliegenden drei Jahren.

Als stellvertretende Vorsitzende wurde Vera Zech aus Wittenberg ebenfalls wiedergewählt. Den neuen Vorstand komplettieren vier Beisitzer. Dies sind Thomas Jaeger, Claudia Eschke, Dirk Domicke und Jana Schulze-Waldau. Thoms Jaeger, der ebenfalls aus Naumburg kommt, vertritt die Schulform Grundschulen. Claudia Eschke aus Bernburg vertritt die Schulform Grundschulen, Dirk Domicke aus Halle (Saale) die Schulform Gymnasien und Jana Schulze-Waldau aus Fraßdorf, einem Ortsteil der Stadt Südliches Anhalt, die Schulform Sekundarschulen.

Neben der Wahl des Vorstandes wurden auch die Mitglieder für den Landesschulbeirat gewählt.
Der Landesschulbeirat wirkt bei allen allgemeinen Fragen mit, die für das Schulwesen von grundsätzlicher Bedeutung sind. Die oberste Schulbehörde unterrichtet den Landesschulbeirat über die entsprechenden Vorhaben und gibt ihm die erforderlichen Auskünfte. Der Landesschulbeirat kann der obersten Schulbehörde Vorschläge und Anregungen unterbreiten. Er erhält Gelegenheit zur Stellungnahme zu allen das Schulwesen betreffenden Gesetz- und Verordnungsentwürfen der obersten Schulbehörde sowie zu den Rahmenrichtlinien.
Dies sind Karsten Bucksch, Anke Triller, Angelika Engel, Elke du Bois, Hans-Joachim-Heidfeld, Regina Reck und Claudia Eschke. Als Ersatzmitglieder wurden Sven Heger, Matthias Rose, Vera Zech und Lothar Pfeiffer gewählt.

In verschiedenen Ausschüssen und Arbeitsgruppen werden alle Mitglieder des Landeselternrates in den nächsten drei Jahren für eine Verbesserung der schulischen Bedingungen eintreten. Die Schwerpunkte in den nächsten Jahren liegen in der Änderung der bestehenden Regelungen zur Zusammensetzung und Amtszeit des Landeselternrates, der Schülerbeförderung, der Schulspeisung mit Schulobst und Freitischen, der Lehrerversorgung, der Verbesserung der Berufsorientierung und der noch besseren Vernetzung der Elternvertreter. Auf den letzten Sitzungen hat der vorherige Landeselternrat aus dem bisherigen 15-Punkte-Programm fünf Schwerpunkte herausgearbeitet, diese wurden mit Kultusministerin Wolff im Dezember besprochen und nun dem neuen Landeselternrat als Empfehlung mit auf den Weg gegeben.

In den vergangenen Monaten war die Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium wieder intensiver geworden. So wurde mit dem Landeselternrat eine Änderung der Elternwahlverordnung frühzeitig erörtert. Ab dem kommenden Schuljahr ist es dann möglich, dass ein Mitglied für die Gesamtkonferenz und den Kreiselternrat nicht mehr Vorsitzender einer Klassenelternschaft sein muss, sondern auch auf Vorschlag einer Klasse oder der Schule gewählt werden kann. Damit will der Landeselternrat einer Ämterhäufung entgegentreten, die die Elternvertreter schnell an die Grenze der Belastbarkeit führen kann. Ebenfalls soll die Amtszeit des Landeselternrates an die Amtszeiten der Klassen-, Schul-, Gemeinde- und Kreiselternräte anpassen. Diese werden immer für zwei Jahre gewählt.

In der Arbeitsgruppe Landeselterntag, der am 02.04.2011 in Dessau-Roßlau stattfinden wird, werden neben Jana Schulze-Waldau auch Angelika Engel und Elke du Bois den Landeselterntag vorbereiten. Am 26.02.2011 wird sich der Landeselternrat zu seiner ersten Plenartagung treffen.