Vom EU-Schulobstprogramm profitieren in Sachsen-Anhalt nur etwa 15.000 Kinder. Unter ihnen sind auch Schüler der UTA-Grundschule in Naumburg. Der Vorsitzende des Landeselternrates besuchte auf Einladung der neuen Schulleiterin Steffi Karius die UTA-Grundschule um sich ein Bild von der Umsetzung des EU-Schulobstprogramms zu machen.
An drei Tagen in der Woche erhalten die Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klassen frisches Obst vom Lieferant des Schulessens aus Weißenfels. An diesem Tag gab es für jedes Kind drei frische Pflaumen. Jeweils ein Kind aus jeder Klasse holt das Obst ab, dass von Eltern und Großeltern gereinigt wurde. Genüßlich beißen die Kinder in die Früchte. Auf die Frage, welches Obst die Kinder am liebsten Essen, antworteten die meisten Kinder, dass es Äpfel, Bananen und Annanas sind. [mehr lesen »]
„Wie andere Bundesländer hätte sich Sachsen-Anhalt vielleicht lieber nicht an der Umsetzung des EU-Schulobstprogrammes beteiligen sollen. Das Windhundprinzip berücksichtigt 15.000 Kinder und viel mehr als 75.000 Kinder bleiben außen vor.“ so die erste Reaktion von Karsten Bucksch, Vorsitzender des Landeselternrates auf die aktuelle Veröffentlichung der Teilnehmer am Schulobstprogramm in Sachsen-Anhalt. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt nennt 90.000 Kinder als Zielgruppe. „Diese Zahl zweifle ich stark an, da es schon etwa 65.000 Kinder in den Grundschulen des Landes gibt. So müssten in den KiTas nur 25.000 Kinder in sechs Altersjahrgängen sein. Das kann nicht stimmen!“ erklärte Bucksch weiter.
„Wir haben mehrere Vorschläge gemacht, wie eine größere Zahl von Kindern erreicht werden kann. Durch die Einbindung von Sponsoren, Erzeugern und weiteren Partnern wäre eine flächendeckende Belieferung mit Obst und Gemüse möglich gewesen.“ so Bucksch weiter. [mehr lesen »]
Ab Montag, 14.06.2010 können Anträge zur Schulobstversorgung für das kommende Schuljahr gestellt werden. Darauf möchte der Landeselternrat alle Grundschulen im Land hinweisen.
Ziel des Programmes ist es, schon sehr junge Kinder an ein gesundheitsförderndes Ernährungsverhalten heranzuführen und Kinder ab dem Vorschulalter an ein vielfältiges Angebot an Obst und Gemüse, besonders auch Früchte aus ihrer näheren Umgebung heranzuführen. [mehr lesen »]
Es ist geschafft! Länder lenken bei Schulobstprogramm ein, Bundesrat billigt Schulobstprogramm!
Landeselternratsvorsitzender zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis der 861. Sitzung des Bundesrates
Mit viel Aufwand hat der Landeselternrat Sachsen-Anhalt in den vergangenen Wochen im Land mit Aktionen für die Umsetzung des EU-Schulobstprogramms geworben. Das Ergebnis der heutigen Bundesratssitzung bestätigt, dass die Bemühungen nicht umsonst waren.
Radio Brocken – Nachrichtenkommentar 06:00 Uhr
Radio Brocken – Nachrichtenkommentar 18:40 Uhr
Jetzt ist seitens der Landesregierung noch die Umsetzung zu klären. Im nächsten Doppelhaushalt sind schon Gelder für eine Umsetzung eingestellt. Wir werden an diesem Thema dranbleiben. [mehr lesen »]
22 Millionen Kinder in der EU sind übergewichtig, davon sind 5,1 Millionen Kinder stark adipös. Die tägliche Aufnahmemenge von Obst und Gemüse liegt weit unter der empfohlenen Tagesration von mindestens 400g.
Um den Kindern eine gesundheitlich-nachhaltige Ernährung beizubringen und die frappierenden Spätfolgen einer falschen Ernährung, wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes, zu verhindern, hat die EU das Schulobstprogramm ins Leben gerufen. Dabei wird den Kindern, an schulischen Einrichtungen, kostenlos Obst und Gemüse verteilt. Dieses Obst und Gemüse soll dabei vorwiegend aus der Region kommen, ökologisch einwandfrei angebaut werden und den Jahreszeiten entsprechend sein. Gleichzeitig werden pädagogische Begleitmaßnahmen durchgeführt durch die Einbindung des Themas Ernährung in den Unterricht. [mehr lesen »]