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Flächendeckende Unterrichtsversorgung weiterhin nicht gesichert

Die Mitglieder des neuen Landeselternrats Sachsen-Anhalt (Bild: Sabine Ferchland)

Die Mitglieder des neuen Landeselternrats Sachsen-Anhalt (Bild: Sabine Ferchland)

Der Landeselternrat beklagt, dass die Unterrichtsversorgung auch in diesem Schuljahr nicht flächendeckend gewährleistet sei.

In vielen Schulen des Bundeslandes fallen Stunden aus oder werden durch oftmals fachfremde Vertretungslehrer abgedeckt. Die für die Erkundung persönlicher und fachlicher Interessen und die Herausbildung auch sozialer Kompetenzen wichtigen Angebote am Nachmittag fallen zudem oft dem Rotstift zum Opfer.

Die Gründe für diesen unhaltbaren Zustand sind schnell gefunden. Langzeiterkrankungen von Pädagogen reißen in manchen Schulen ein tiefes Loch und führen zu einem Versorgungsgrad weit unter den nötigen 100 Prozent.

Bei einem Durchschnittsalter des Lehrpersonals von 50,3 Jahren auf alle Schulformen gerechnet, ist dies aus Sicht der Elternvertreter auch nicht verwunderlich. Erschreckend ist, dass die Pädagogen in mancher Schulform sogar noch älter sind.
Die jetzige Entwicklung ist daher nicht als Ende der prekären Situation zu verstehen, sondern vielmehr als Beginn. [mehr lesen »]

Wahl des neuen Vorstands

Liebe Eltern, Freunde und Unterstützer,

am heutigen Tag traf sich der neugewählte Landeselternrat zu seiner konstituierenden Sitzung. Aus unserer Mitte wurde der neue Vorstand gewählt.

Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

LER Vorstand 2016
Als Vorsitzender wurde Thomas Jaeger (2. v.r.) für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter ist Matthias Rose. Als Beisitzer wurden Andrea Rettschlag (Mitte), Michael Jacob (1. v.r.), Ray Woitek (2. v.l.) und Detlef Friedrich (1. v.l.) gewählt. Fotonachweis: Kirstin Grunert

Der neugewählte Vorstand sowie der Landeselternrat Sachsen-Anhalt bedankt sich bei allen für das entgegengebrachte Vertrauen und freut sich auf eine interessante und erfolgreiche Legislaturperiode. Ein herzliches Dankeschön auch an die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Alexander Baumbach, Jörg Kießling ,Frank Oehlschlägel und Dirk Domicke. Eure Arbeit war eine Bereicherung.

Statusmitteilung zur 8. Plenartagung

Der Landeselternrat war heute Gast in der Sekundarschule Diesterweg in Stendal. Wir wollten diesen Veranstaltungsort als Zeichen unserer landesweiten Zuständigkeit und Präsenz nutzen.
Daher möchten wir es nicht versäumen, den Organisatoren an dieser Stelle herzlich für das tolle Umfeld und die Gastfreundschaft zu danken.
Als Gäste begrüßten wir heute:

  • Frau Gerth, in Ihrer Funktion als stv. Landesvorsitzende der GEW (Gewerkschaft der u.a. Lehrer)
  • Frau Starke, Elternvertreterin einer Grundschule
  • Frau Szebrat, stv. Leiterin der Sekundarschule Diesterweg (Stendal)
  • Staatsanwalt B. Blasczyk, Staatsanwaltschaft Stendal

Thematisch starteten wir mit dem weiterhin präsenten Thema zu Änderungen in der Elternwahlverordnung, die als neuer entwurf zur Anhörung vorliegt. Weitergehende Ideen von uns sbedürfen einer Änderung des Landesschulgesetzes.
Ein anderer Diskussionspunkt waren Anfragen zentraler Elternvertretungen (Kreis-/Stadtelternrat) direkt an die Schulen. Derzeit sind diese im Regelfall nur über den Zwischenschritt der Befragung des Landesschulamtes (LSA). Frau Gerth merkte an, dass es derzeit doch bereits statistisch erfasste Daten über die Unterrichtsversorgung (und somit dem Lehrkräftemangel) gibt. Die Problematik und das Unverständnis liegen in der Offenlegung dieser Daten gegenüber den Eltern(-vertretungen). Vorschlag, unter anderem von Frau Gerth, ist hier die enge Zusammenarbeit mit dem Landesschulamt und Abklärung der rechtlichen Situation.
Weiterhin regen wir die Verlängerung von Amtsperioden der gewählten Elternvertreter an, um langfristige Arbeit der Gremien abzusichern. [mehr lesen »]

Bericht zur 3 PT vom März 2015

Auf der Plenartagung des Landeselternrates am 7. März 2015 bestimmten umfassende Themen die Agenda. In Zeiten streikender Lehrer, auch sonst steigender Ausfallstunden und Nachwuchsmangel für den Lehrerberuf fällt es schwer, sich auch der anderen wichtigen Themen anzunehmen.

So wundert es nicht, wenn aus den Reihen der Mitglieder folgendes äußerst zutreffendes Statement erfolgt:

“Die Schulpflicht ist für die Bildung und Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen unverzichtbar. Im fünften Teil des Schulgesetzes von Sachsen-Anhalt ist dies umfassend geregelt. Dort steht, dass die Schule im Sinne der Schulpflicht besucht werden muss und dass Eltern und Kinder sanktioniert werden, wenn sie dem nicht nachkommen. Das ist auch gut so!
Nicht hinnehmbar ist es jedoch, wenn die Kinder in der Schule sind und der Unterricht ausfällt, weil kein Lehrer zugegen ist und dies folgenlos bleibt. Es gibt nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht auf Bildung.” [mehr lesen »]

Die Vertretungsreserve kommt

Ab dem Schuljahr 2015/16 hat die Regierungskoalition im Haushalt die Weichen für eine Vertretungsreserve gestellt. Dieser Schritt geht zwar in die richtige Richtung, reicht aber bei weitem nicht aus, die derzeit existierenden Probleme in der Unterrichtsversorgung unserer Kinder flächendeckend und nachhaltig in den Griff zu bekommen. Die Zeitvorgaben sind absolut inakzeptabel. Wir benötigen zeitnahe Lösungen. Woher die Einschätzung einzelner Parlamentarier kommt, dass man im Bereich der Grundschulen personell gut aufgestellt sei, ist für uns nicht nachvollziehbar. Die breite Elternbasis reflektiert eine andere Situation.

Der Landeselternrat fordert alle Bildungskompetenzpartner an einen Tisch – und steht dabei mit seinem starken Partner, dem Bundeselternrat, bereit. Wir brauchen ein finanziell gesund aufgestelltes Gesamtkonzept Schule. “Wir bauen auf und reißen nieder, so haben wir Arbeit immer wieder – diese Sichtweise sollte doch wahrlich überholt sein”, sagte Thomas Jaeger, Vorsitzender des Landeselternrates Sachsen-Anhalt.