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Landeselternrat begrüßt Signal aus Magdeburg

MAGDEBURG – 01. Oktober 2014 – Der Landeselternrat begrüßt die Entscheidung des Kultusministeriums, die Erhöhung der Mindestschülerzahlen pro Schule auf 80 zum Jahr 2017 zurückzunehmen und zukünftig stattdessen Schulverbünde zulassen zu wollen.
Die Eltern sehen sich damit in ihren und den Bemühungen anderer Gremien der letzten Monate bestätigt, dass sich Beharrlichkeit im Interesse unserer Kinder auch auszahlen kann. Es bestätigt auch die stetige Fokussierung des Landeselternrates auf dieses Thema.
Als bemerkenswert und zukunftsweisend sehen wir in diesem Moment die offensichtliche Stärke, eine bereits getroffene politische Entscheidung zurückzunehmen, die sich als zweifelsfrei falsch erwiesen hat. Die Erleichterung über diesen mutigen Schritt ist bei vielen Akteuren zu spüren.
Jedoch sehen wir auch, dass dies nur ein erster Schritt sein kann und weitere Entscheidungen der letzten Jahre auf den Prüfstand kommen müssen.
So sehen wir die aktuelle Situation der Lehrerversorgung mit großer Sorge, da kaum eine Schule im Land noch in der Lage ist, eine komplette Unterrichtsversorgung sicherzustellen.

Drei Länder – ein Ziel!

JENA, 13. September 2014 – Die zweite gemeinsame Tagung der Landeselternvertretungen Mitteldeutschlands in Jena ging am Samstagnachmittag zu Ende.
Das Thema “Inklusion” als weites Feld wurde nicht nur vom Thüringer Kultusminister Christoph Matschie (SPD) als ein Schwerpunkt der mitteldeutschen Bildungslandschaft dargestellt und der Entwicklungsplan zur Umsetzung der UN-Konvention vorgestellt, sondern auch durch Frau Prof. Dr. Vernooij und Frau Morgenrot vom Bildungsministerium inhaltlich vertieft.

Treffen der Landeselternvertretungen

Treffen der Landeselternvertretungen

Das Thema Lehrerbildung wurde durch Dr. Jantowski vorgestellt. In die Praxis schnupperten die rund 45 Teilnehmer der Tagung bei einem Besuch an der Kaleidoskop-Schule Jena, die als kommunale Gemeinschaftsschule mit reformpädagogischem Ansatz gerade im Bereich der Inklusion Maßstäbe setzt. “Hier wurde von vornherein über die sächlichen, räumlichen und personellen Anforderungen bei der Konzeption nachgedacht. Zusammen mit einer jungen und engagierten Lehrerschaft scheinen hier alle Gelingensbedingungen für dieses anspruchsvoller Vorhaben erfüllt”, erklärt Roul Rommeiß, der Sprecher der Thüringer Landeselternvertretungen. [mehr lesen »]

Arbeitsgespräch im Ministerium

MAGDEBURG (15. Mai 2014) – Der Vorstand des Landeselternrats Sachsen-Anhalt traf sich am Mittwoch (15. Mai 2014) zu einem Gespräch auf Augenhöhe mit Staatssekretär Dr. Jan Hofmann und dem Referenten für Grundsatzfragen Horst Geyer im Magdeburger Kultusministerium.
Dabei ging es sehr konkret um Fragen der Schulentwicklungsplanung, der Zahl der Lehrer im Land, der Ausfallstundenproblematik und diverse andere, vermeintlich “kleinere” Probleme.
“Das Treffen war für uns sehr ergiebig, ich konnte viele Zahlen mitnehmen”, erklärte der Vorsitzende des Landeselternrates Thomas Jaeger. So plane das Ministerium etwa im Schuljahr 2018/19 mit einem jährlichen Rückgang der Lehrerstellen – bedingt durch Altersteilzeit und Ruhestand – um die Zahl 800. Demgegenüber stünden Neueinstellungen von gerade einmal 370 neuen Lehrkräften im Land. Der Landeselternrat betrachtet diese Personalentwicklung “im Sichtflug” – also ohne langfristig statistisch fundierte Betrachtung – mit Sorge. Der Verweis auf das vermeintliche demografische Echo als Antwort auf den Geburtenknick nach der Wende, das Sachsen-Anhalt ab dem Jahr 2025 erreichen soll, kann nicht als Entschuldigung für eine qualitativ mangelhafte Lehrerversorgung der bereits jetzt geborenen Kinder dienen. Das belegen heute schon Unterrichts-Ausfallzahlen in Höhe von 2,7 Prozent aller planmäßigen Stunden. “Und in dieser Statistik ist noch nicht mit enthalten, wenn Ausfälle durch fachfremden Vertretungsunterricht abgefangen werden”, erklärt Thomas Jaeger. [mehr lesen »]